Pflegezusatzversicherung

 

PflegezusatzversicherungAuf der einen Seite ist die stetig steigende Lebenserwartung in Deutschland eine positive Entwicklung: für neugeborene Jungen liegt sie inzwischen bei knapp 77 Jahren, bei Mädchen sogar über 82 Jahen. Dies sind gut 35 Jahre mehr als noch vor 100 Jahren. Doch nicht allen ist vergönnt, die letzten Lebensjahre rüstig und bei klarem Verstand zu genießen.

Die moderne Medizin und die Langlebigkeit haben ein neues soziales Problem geschaffen: die Pflegebedürftigkeit. Die Zahl der Menschen steigt stetig an, die für ihre alltäglichen Verrichtungen regelmäßig auf Hilfe angewiesen sind:

  • bei der Körperpflege (A)
  • im Bereich der Mobilität (B)
    (in der Wohnung und darüber hinaus)
  • für die Ernährung (C)
  • bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (D)

Neben einer Altersdemenz treten in der Vergangenheit eher seltene Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer immer häufiger auf. Die Folge sind nicht nur menschliches Leid, sondern auch enorme Kosten für eine angemessene Pflege. Nicht wenige Pflegebedürftigen und auch ihre Angehörigen wurden so zu Sozialhilfeempfängern. Vor diesem Hintergrund wurde 1995 die gesetzliche Pflegeversicherung gegründet, die jedoch (wie alle gesetzlichen Sozialversicherungen) nur einen Basisschutz bietet, der die tatsächlich entstehenden Kosten bei Weitem nicht decken kann.

Insgesamt sollten auch jüngere Personen über eine Pflegezusatzversicherung nachdenken, um nicht große Teile ihrer privaten Altersvorsorge durch einen Pflegefall zu verlieren. Gleichzeitig sollten sie mit ihren Eltern sprechen und sich eventuell am Beitrag zur Pflegezusatzversicherung beteiligen, um bei einem Pflegefall nicht mit in die finanzielle Verantwortung genommen zu werden. Häufig wird hierbei übersehen, dass Kinder die Pflegekosten übernehmen müssen, wenn die Eltern sie selbst nicht bezahlen können - sie haften mit ihrem Besitz.

 
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