Auslandskrankenversicherung

 

Wer einen Urlaub außerhalb Deutschlands macht, sollte unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Andernfalls können bei einer Erkrankung und einem Unfall im Ausland enorme Kosten auf den Reisenen zukommen (z.B. für den Rücktransport nach Deutschland). Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht ist eine Auslandskrankenversicherung auch für Länder innerhalb der EU enorm wichtig.

Bei einem Auslandsaufenthalt von bis zu sechs Wochen ist eine einjährige Police die beste Wahl, die für einen Jahresbeitrag von wenigen Euro zu erhalten ist. Bei einem längeren Auslandsaufenthalt kommen spezielle Policen zum Einsatz, die für die exakte Dauer des Urlaubs gebucht werden. In beiden Varianten sind Verträge ohne Selbstbeteiligung zu empfehlen, die preislich nicht teurer sind als Tarife mit Selbstbeteiligung.

Bei der Auswahl eines Tarifs sind insbesondere die folgenden von Finanztest in Heft 04/2009 genannten Kriterien zu beachten:

  • Vorerkrankung: Leistet der Versicherer auch dann, wenn in der Heimat bereits eine Vorerkrankung vorlag (ausgenommen bewusst im Ausland geplante Behandlungen)?
  • Nachleistung: Zahlt der Versicherer auch dann unbefristet, wenn sich durch Erkrankung/Unfall der Auslandsaufenthalt auf über 6 Monate bzw. den versicherten Zeitraum verlängert?
  • Rücktransport: Wird ein Rücktransport auch dann übernommen, wenn er zwar sinvoll, aber nicht medizinisch notwendig ist?
  • Vorleistung: Geht die Versicherung für sie in Vorleistung, und holt sich die Kosten ggf. später selbst von einem anderen Leistungsträger zurück?
  • Behandlungsmethoden: Akzeptiert der Versicherer nur dem deutschen Standard entsprechende Behandlungsverfahren oder alle im Reiseland als wirkungsvoll anerkannten Methoden?
 
Navigation